Kobo, Lesotho, 2013

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© Joël Tettamanti

Die Portraits aus Joël Tettamanti’s Studie «Kobo, Lesotho» fokussieren auf Decken (Kobo), die von Leuten aus dem Volksstamm der Basotho, welche die Mehrheit der Bevölkerung in Lesotho (unabhängiges Königreich und Enklave Südafrikas) ausmachen, getragen werden. Die Decken sind nicht einfach nur ein Schutz, sie werden auch anlässlich von Initiationsriten als Geschenke verteilt und dienen dann als soziale Erkennungszeichen. Das distinktive Merkmal wurde im 19. Jahrhundert von den Kolonisatoren eingeführt, im Tausch gegen Tierfelle. Heute sind die Kobos fast gänzlich verschwunden. Tettamanti entschied sich deshalb 2013 dafür, die Decken zu dokumentieren. Was früher eine Nationaltracht war, wird heute – vermutlich eine Folge der Globalisierung – nur noch in ländlichen Regionen getragen und wird wohl schon bald nur noch folkloristischen Zwecken dienen. (HJC)

 

Interview

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Bio

Joël Tettamanti (1977, Cameroun) vit et travaille à Lausanne. En 2001, il devient titulaire d’un diplôme de l’Ecole cantonale d’art de Lausanne (ECAL) en graphisme et photographie. Ses expositions importantes : Kurtz Gallery for photography MIT Museum, USA, 2013 ; Fotostiftung Schweiz, Winthertur et L’Elac, Lausanne, 2009 ; Art Basel, 2007 ; Villa Noailles, 2004. Il a été désigné en 2015 parmi les lauréats des Swiss Design Awards. Plusieurs livres et monographies ont été publiés sur ses travaux et il travaille régulièrement pour des magazines locaux et internationaux.

tettamanti.ch