Frontcountry, 2006 – 2013

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© Lucas Foglia / Michael Hoppen Contemporary, London

Zwischen 2006 und 2013 reiste Lucas Foglia durch Idaho, Montana, Nevada, New Mexico, Texas und Wyoming, also durch einige der am spärlichsten besiedelten Gebiete der USA. Das bei Nazraeli Press publizierte «Frontcountry» beginnt mit Bildern von Cowboys und zeigt dann zunehmend die Eingriffe von Bergbauunternehmen (Gold, Öl, Erdgas, Kupfer, Kohle). Im amerikanischen Westen verlaufen die Geschichten von Viehzucht und Bergbau parallel. Die Identität stiften dabei die Cowboys und die Viehzuchtkultur, Bilder davon werden auf Souvenirs für Touristen und sogar auf die Nummernschilder der Autos aufgedruckt. Wäre aber beispielsweise Nevada ein Land, so wäre es der viertgrösste Goldproduzent der Welt. Die Unternehmen graben immer tiefere Löcher und finden immer kleinere Mengen. Dort, wo einst Berge waren, hinterlassen sie Gruben. «Frontcountry» ist ein Portrait der Menschen, die im heutigen, ländlichen amerikanischen Westen wohnen, und es ist ein Portrait darüber, wie sie eine immer noch wild anmutende Landschaft teilen und von ihr abhängig sind. (LF)

 

Interview

headphone Lucas Foglia by Thomas Flahaut

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Bio

Lucas Foglia (1983, United States) lives and works in San Francisco. He graduated with a MFA in Photography from Yale University and with a BA in Art Semiotics from Brown University. His photographs have been widely exhibited in the United States and in Europe, and are in the permanent collections of several museums. He published two monographs : "A Natural Order" and "Frontcountry". 

lucasfoglia.com